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Fakten, Fakten, Fakten...

3 Hornissen-Stiche und du bist tot?

Wespen sind immer aggressiv?

Hummeln stechen nicht?

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Jetzt schwirren sie wieder; Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen. 

Insekten gehören zu einem funktionierenden Ökosystem. Menschen und Insekten geraten oft aneinander, weil sie den gleichen Geschmack (süß) oder den gleichen Lebensraum (warm und trocken) bevorzugen.

Beispiele gibt es genügend. Doch was tun, wenn Wespen sich im Rolladenkasten eingenistet haben oder bei Arbeiten am Dach plötzlich Hornissen auftauchen?

Ruhig bleiben und ggf. den Fachmann zu Rate ziehen.

Personen die allergisch auf Bienenstiche oder dergleichen reagieren, sollten diese Tiere natürlich meiden, ansonsten können Sie einzelne Tiere mit einem Einmachglas fangen und in einiger Entfernung wieder aussetzen.

Wir von der Feuerwehr können und dürfen z.B. keine Hornissen umsetzen oder gar "unschädlich machen" wie es sich mancher vielleicht vorstellt.  

Unseren Fachmann für das  Umsetzen von Völkern, Uwe Birkendorf, finden Sie im Telefonbuch oder über die Gemeinde Sulzbach / Murr. 

Oder sie besuchen folgende Seite: www.hymenoptera.de dort finden Sie den Fachmann für Ihren Bereich (Rems-Murr-Kreis)

Hervorragende Informationen über Wespen und Hornissen finden Sie hier www.vespa-crabro.de

Wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte der verlinkten Seiten

Quellen für nachfolgende Texte: www.vespa-carpo.de sowie www.hymenoptera.de

3 Hornissen-Stiche und du bist tot?

Bienen injizieren fünf- bis 50-mal mehr Gift als Hornissen, und ihr Kampfstoff-Cocktail ist bis zu 15-mal stärker. Damit kann eine Biene bis zu 750-mal gefährlicher sein als eine Hornisse. Für den wissenschaftlichen Beweis, daß die dicken Brummer keine Killer sind, mußten Laborratten bis zu 60 der schmerzhaften Hornissenstiche erdulden - und überstanden die Tortur ohne bleibende Schäden. In ihrem "Lehrbuch der Toxikologie" betonen die Hamburger Professoren Hans Marquardt und Siegfried Schäfer, daß ein Mensch nicht von drei, sondern "von einigen tausend" Hornissen gestochen werden müßte, um eine tödliche Giftdosis aufzunehmen. Deshalb beruhten Todesfälle "immer auf der Auslösung eines allergischen Schocks" bei besonders empfindlichen Personen. Hunderte von Stichen können durchaus zu Ödemen, Gewebeschäden, inneren Blutungen und Nierenproblemen führen. Jedes Jahr sterben zehn bis 15 Deutsche an einem Insektenstich. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ertrinken etwa 500 Bundesbürger, und 150 erleiden einen tödlichen Stromschlag.

Dafür kann die Hornisse gegenüber der Biene mehrmals zustechen und besitzt über eine zusätzliche "Waffe" zur Verteidigung:

Schmerzhafte Drohgebärde: Sprüh-Angriff auf empfindliche Stellen
Die Insekten können dabei ihren Chemikaliencocktail mit nach vorn gekrümmtem Hinterleib im Flug versprühen - 30 bis 40 Zentimeter weit. Und sie scheinen zu wissen, daß menschliche Augen besonders empfindlich sind. "Blind wird man davon nicht, wie es immer heißt, aber das Zeug brennt wie Feuer. Man sieht eine Viertelstunde nichts, vor allem wegen der Tränen, und man kann Schüttelfrost kriegen wie bei Grippe. Aber der ist nach einer halben Stunde wieder weg."

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Wespen sind immer aggressiv?

Wenn Wespen um einen Menschen schwirren oder um Ihr Essen und Trinken, hat es den Anschein es handle sich um ein aggressives Verhalten. Wenn die Wespe angegriffen wird, ist dies wahrscheinlich auch so.

Im Normalfall ist es aber mit der besonderen Optik der Wespe zu erklären:

Wespen und ihre Verwandten sind Flugjäger. Daß bedeutet, das sie bei hohem Tempo gestochen scharf sehen. Bei langsamen Flugbewegungen hingegen wird ihre Sehfähigkeit beeinträchtigt. Daher schwirren sie um das Objekt, daß sie betrachten herum. 

Man muß aber auch sagen, daß es vereinzelt Fälle gibt, bei denen Wespen sofort zustechen. Hier sind die Gründe noch nicht vollends erforscht. Wissenschaftler gehen davon aus, daß es von besonderen Stoffen in Parfums oder Kosmetika kommt.

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Hummeln stechen nicht?

Hummeln können sowohl kräftig kneifen (mit ihren Mandibeln, eine Art Kiefer, die neben dem Rüssel zu den Mundwerkzeugen gehören) und stechen (mit einem evolutionär aus der Eilegeröhre gebildeten Stachel - übrigens, der bleibt nicht stecken wie bei den Bienen und Hummeln können mehrfach hintereinander stechen). 
Bei der Nestverteidigung legen sich die Tiere auf den Waben auf den Rücken und wer sie dann mit dem Finger berührt, der wird in den Fingernagel gekniffen und in die Fingerkuppe gestochen... das zeckt ganz schön; der Stich aber wohl eher als das Kneifen. Aber so ein Hummelstich oder -biss ist selten; dafür muss man den Tierchen schon so einiges antun.

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Faltblatt des BUND-Hessen zum Thema Wespen und Hornissen

link (pdf)

Faltblatt von hymenoptera.de über Hornissen

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